Artikel von Andrea Heistinger
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Kulturpflanzen und ihre Vielfalt sind in den Händen von Bäuerinnen und Bauern durch bäuerliche/gärtnerische Pflanzenzüchtung entstanden. Die Basis dafür war und ist die Fruchtbarkeit der Kulturpflanzen: Die Fähigkeit jeder Pflanzengeneration, fertile Samen zu bilden und sich so an verschiedene Standortbedingungen anpassen und durch bäuerliche Auslese verändern zu können. Diese Prozesse verliefen über Jahrhunderte und Jahrtausende und waren stets die Grundlage bäuerlichen Landbaus. Auch die professionelle Pflanzenzüchtung ist auf die Vielfalt der bäuerlichen/gärtnerischen Landsorten angewiesen. Konzentriert sie sich auf die Züchtung steriler Sorten, oder schränkt sie die Nutzungsrechte ihrer Sorten durch Hybridzüchtung oder Patente ein, wird sie sich über kurz oder lang ihrer eigenen Grundlagen berauben.
In: Gabriele Herzog-Schröder, Franz-Theo Gottwald und Verena Walterspiel (Hg.): Fruchtbarkeit unter Kontrolle? Zur Problematik der Reproduktion in Natur und Gesellschaft, SS 320-344, Verlag Campus, Frankfurt/Main
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Immer mehr Paare erfüllen sich ihren Wunsch nach Nachwuchs durch künstliche Befruchtung. Auch in der Landwirtschaft wird die Fortpflanzung kaum noch dem »Zufall« überlassen. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes führen die verschiedenen Debatten über Fortpflanzung und Sterilität in Medizin, Landwirtschaft und Gesellschaft zusammen und gehen dem ambivalenten Stellenwert von Fruchtbarkeit in unserer hoch technisierten Welt nach.
Euro 34,90, 485 Seiten
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Schweisfurth-Stiftung [more...]
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